Samstag, 24. Dezember 2011

24. Dezember - Dankeschön und Frohes Fest

Das war Unser Adventskalender 2011!
Wir hoffen, Ihr habt ein paar der Anregungen nacharbeiten können bzw auf die To-Sew-Liste gesetzt und es hat Euch Freude bereitet, hier jeden Tag ein neues kleines Projekt zu sehen. Ihr könnt Eure Projekte jederzeit (also zumindest bis Anfang Dezember 2012) unter den jeweiligen Posts verlinken, denn wir würden schon gerne sehen, was Ihr daraus gemacht habt!
Vielen Dank an alle treuen LeserInnen und KommentiererInnen. Jeder Kommentar hat uns gezeigt, dass wir das hier nicht nur für uns selbst gemacht haben und uns darin bestärkt, dieses Projekt weiterhin am Leben zu erhalten.
Wir wünschen Euch ein wunderschönes Weihnachtsfest mit besinnlichen und fröhlichen Momenten mit alle Euren Lieben um Euch herum! Kommt gut ins und durchs Jahr 2012, bis sich hier wieder die Türchen öffnen (zumindest ist eine Fortsetzung geplant)!

Liebe Grüße von
Verena und Silke!

Freitag, 23. Dezember 2011

23. Dezember - Mug Rug "Resteverwertung"

Ihr erinnert Euch an die Streifenabschnitte vom Quilt-as-you-Kissen? Gut! Denn die brauchen wir heute und schaffen damit auch gleich ein wenig Platz in der Stoffscrapskiste.
Und wir nähen einmal mehr Mug Rugs :-)

Nehmt Euch also die Streifenabschnitte vor, bügelt sie wenn nötig und näht sie an den kurzen Kanten zu einem langen Streifen zusammen. Die Länge ist davon abhängig, wieviele Mug Rugs Ihr anfertigen wollt. Ich brauche vier, also einen ziemlich langen Streifen.
Und dazu je Mug Rug eine Stoffrückseite von 17 x 23 cm und ein Stück Thermolam (oder dickes Vlies) ebenfalls 17 x 23 cm groß.
 Zusammengefügt wird das ganze nun wieder in der Quilt-as-you-go-Methode (soll ja schließlich alles zusammenpassen UND schnell gehen).
Wir legen also den Rückseitenstoff mit der linken Seite nach oben, darauf das Thermolam und den Anfang des Streifens mit der rechten Seite nach oben an die linke Kante:
An dieser Kante wird nun einmal knappkantig genäht und der Streifen unten abgeschnitten
Der Streifen wird nun rechts auf rechts an die rechte Kante des bereits aufgenähten Streifens gelegt und angenäht.
Den Streifen nach rechts umklappen, einkürzen und glatt auf das Vlies bügeln.
So weiter verfahren, bis die rechte Kante des Vlieses erreicht ist. Wenn wie hier eine Verbindungsnaht mit der Kante des Mug Rug zusammentrifft, trenne ich die Naht auf und setze den Streifen mit dem neuen Stoffstück oben wieder an. Sonst trifft hier die Nahtzugabe mit dem Bindingstreifen zusammen und würde einen unnötig dicken Wulst ergeben.
Den letzten Streifen nochmals an der rechten Kante knappkantig absteppen, den Mug Rug auf  15 x 23 cm zurückschneiden.
Auf diese Weise noch so viele wie benötigte Mug Rugs anfertigen. Zum Schluss  den Bindingstreifen aus einem 6 cm breiten Streifen anfertigen und anbringen. Hier und hier findet Ihr Tutorials dafür.

Ich finde, sie machen sich prima als Ergänzung zum Tischläufer :-)


Liebe Grüße
Silke


Donnerstag, 22. Dezember 2011

22.Dezember - Weihnachtskarten

Meine genähten Geschenke und Deko’s sind nun fertig, alles ist eingepackt und geschmückt und was fehlt noch? Richtig - Weihnachtskarten!
Also zeige ich euch zu guter Letzt heute noch ein paar Karten, die praktisch in letzter Minute entstanden sind. Und weil die Nähmaschine noch warm ist, werden auch sie schnell genäht.

Viele trauen sich nicht, Papier zu nähen; es ist kein Problem, wenn der Faden nicht zu dick ist und die Nadel eine feine Spitze hat. Allerdings sollte man diese Nadel anschließend nicht mehr für Stoff verwenden.

Karte Nr. 1 ist mit Transparentpapier entstanden. Ein Dreieck ausschneiden, die lange Seite und die Unterseite nähen und vor dem Nähen der zweiten Längsseite ein Paar Pailletten und flache Knöpfe unterschieben. Ein Stempelgruß dazu und fertig.


Einfacher geht es nicht. Ein paar Streifen Washi-Tape aufkleben, den Baumstamm nähen - hier darf die Nähmaschine einmal zeigen, was sie kann ;-) - ein Knopf zur Krönung und freuen.


Auch mit Stoff lassen sich fix ein paar Karten gestalten. Die Stoffreste meiner genähten Tannenbäumchen geben die Form vor. Ich habe sie auf einem Stück Volumenvlies angeordnet und aufgebügelt. Das Vlies und die Spitze habe ich mit Kleberoller auf der Karte fixiert und alles festgenäht. Die Knöpfe habe ich zum Schluss aufgenäht.


Bei Lieblingsstoffen fällt es mir schwer, auch nur ein Fitzelchen wegzuwerfen. Kleine Stückchen landen erst einmal in einer Tüte und kommen irgendwann zum Einsatz. Ein paar ausgefranste Stoffstreifen werden so zu einer coolen Weihnachtskarte.
Auch die letzte Karte ist nur aus Resten meiner Weihnachtsnäherei entstanden. Sie ist etwas aufwändiger, aber auch in kürzester Zeit entstanden. Ich habe in Crazy-Patchwork-Technik einen kleinen Quilt genäht, auf Volumenvlies gebügelt und gequiltet. Ein Stück aufgenähtes Webband zeigt die Botschaft der Karte. Die Seiten habe ich begradigt und das Top mit einem Stück Stoff für die Rückseite verstürzt. Dabei habe ich zwei Bänder mitgefasst, durch die ich meine gefaltete Karte schieben kann.


Wenn der Empfänger möchte, kann er den Mini-Quilt als Untersetzer oder als Mug Rug für eine Espressotasse verwenden.
Verena

Mittwoch, 21. Dezember 2011

21. Dezember - Schnelle Kissenhülle

Heute möchte ich Euch eine schnelle Kissenhülle zeigen, die aus dem, was Ihr im Hause habt, entstehen kann.
Ihr braucht dafür:
2 Leinenservietten (ca 45cm x 45cm groß - natürlich geht auch Leinenstoff vom Meter),

verschiedene Bänder/Ribbons, evtl Spitzenbordüre
und einen fabrlich passenden Reißverschluss (ca 25-30 cm)

Schneidet die Servietten auf 43 x 43 cm zu, dabei werden auch gleich die Ränder mit abgeschnitten.

Eine der Leinenservietten legt Ihr vor Euch auf die Arbeitsfläche und ordnet die Bänder ganz nach Eurem Geschmack darauf an:
Ich habe mich hier nur für Spitzenbordüren entschieden, allein DAS war schon schwierig genug, angesichts der Masse an Borten, die ich gehortet habe *augenroll* Es sieht aber auch mit fabrigen Bändern gut aus, je nachdem , wozu das Kissen passen soll.
Vor dem Festnähen fixiere ich meine Bänder gern mit diesem Klebeband, es funktioniert aber auch, wenn Ihr das Band mit ein paar Stichen am Anfang fixiert und dann beim Nähen darauf achtet, dass es gerade auf dem Stoff liegen bleibt.
Die Bänder nun also auf die Serviette nähen.

Und schon ist die Kissenfront fertig!

An der unteren Kante werden die beiden Leinenservietten nun von beiden Seiten aus soweit zusammengenäht, dass ein Schlitz für den Reißverschluss offen bleibt.

Dort die Nahtzugabe nach innen bügeln und den Reißverschluss einsetzen.

Den Reißverschluss ein Stück öffnen, denn hierdurch wird die Kissenhülle später gewendet ;-)

Die anderen drei Nähte schließen, mit Zickzackstich versäubern, Leinen franst leider sehr stark aus.

Die Kissenhülle wenden, ein Kissen einziehen, schön einpacken und verschenken ! :-)



Liebe Grüße
Silke


Dienstag, 20. Dezember 2011

20.Dezember - Buchhülle

Noch ein kleines genähtes Geschenk in letzter Minute. Für die vielen neuen Bücher, die sich unterm Tannenbaum stapeln, gibt es eine Buchhülle.
Wir brauchen 2-3 verschiedene Stoffe und wieder dünnes, aufbügelbares Volumenvlies.
Zuerst habe ich die Größe einer durchschnittlichen Buchhülle errechnet - sie soll ja für viele Bücher passend sein.
Ich messe ein Buch mit mittlerer Stärke aus.
Zuerst den vorderen Einschub.
dann der Umfang bis zum hinteren Einschub. Das Buch zwischendurch zuklappen, damit die Hülle später nicht spannt. Ich messe etwas großzügiger, damit auch dickere Bücher hinein passen. Meine Hülle soll einen Gesamtumfang von 45cm haben.
Die meisten Taschenbücher und viele gebundene belletristische Bücher sind 19 cm groß.

Auch hier gebe ich oben und unten jeweils 1 cm zu, damit die Bücher nicht zu stramm in der Hülle stecken. Aus dem Ober- und dem Futterstoff schneide ich jeweils ein Stück mit den Maßen 45x21cm plus Nahtzugabe - an jeder Seite 1cm - zu.
Der Oberstoff wird mit Volumenvlies verstärkt.
Für das Lesebändchen und die Lasche zum regulieren der Weite schneide ich zwei Streifen, einer 4cm breit und 23cm lang, der andere 2cm breit und 28cm lang. Und ich brauche noch ein kleines Stückchen Stoff, ca. 4x 7cm groß.
Die beiden Streifen werden der Länge nach gefaltet und gesteppt, das kleine Stoffstück wird ebenfalls gefaltet und die beiden Längsseiten gesteppt.
Die Streifen werden gewendet und gebügelt.
Am kleinen Stoffstück die Nahtzugaben zurückschneiden, die unteren Ecken schräg abschneiden und ebenfalls wenden und bügeln. Die obere Kante einschlagen, bügeln. Der schmalere Streifen wird mittig hineingeschoben, die Kante gesteppt, der Streifen mitgefasst.

Den Futterstoff lege ich mit der rechten Seite nach oben hin und ordne die beiden Streifen, der Zeichnung entsprechend, darauf an. Das längere Lesebändchen soll nur oben mitgefasst werden, das Bändchen also mittig auf dem Stoff fixieren. Der breitere Streifen wird oben und unten mitgefasst.
Der Oberstoff wird rechts auf rechts darauf gelegt und festgesteckt. Ringsum steppen, dabei an der linken Seite eine Wendeöffnung von ca. 10cm lassen und an der rechten Seiten die Ecken abrunden.


Die Nahtzugaben zurückschneiden, an der geraden Seite die Ecken abschrägen. Wenden.


Die Nähte ausstreichen, die Wendeöffnung einschlagen und alles bügeln. Die offene Seite schmal absteppen, dabei die Wendeöffnung schließen.
Diese Seite klappe ich 7cm breit nach innen und stecke sie fest.

Jetzt werden alle Kanten ringsum schmal abgesteppt, darauf achten, dass das Lesebändchen nicht aus Versehen mitgefasst wird!
 

Nun kann ich das Buch in den vorderen Einschub stecken.


Den hinteren Einband erst durch die Lasche stecken, die Hülle einschlagen und je nach Stärke des Buches durch die Lasche schieben. So kann ich die Hülle sowohl für schmalere Lyrikbändchen als auch für dickere Schmöker verwenden.

Viel Spaß beim Nähen und Lesen!
Verena




Montag, 19. Dezember 2011

19. Dezember - Kissenhülle Log OFF cabin

Heute zeige ich Euch die zweite Kissenhülle passend zum Tischläufer
Dieses Mal habe ich das Patchmotiv "Log Cabin " (Blockhaus) gewählt. Und wenn Ihr die Überschrift richtig gelesen habt, habt Ihr jetzt ein Fragezeichen im Gesicht :-) Denn da steht "OFF". Und schon gibt es die Antwort: Das Log-Cabin-Muster  ist um ein meist rotes Mittelquadrat herum aufgebaut. Das OFF bedeutet lediglich, dass das Mittelquadrat nicht im Mittelpunkt bleibt, sondern nach außen "rutscht".

Wir brauchen dafür zunächst viele Streifen, alle 6 cm breit, die Länge ist zunächst egal.
und zwei Quadrate (eines rot, WENN ihr wollt) 6 cm x 6 cm

Diese beiden Quadrate werden zusammengenäht, die Nahtzugaben auseinandergebügelt (übrigens ALLE folgenden Nahtzugaben auch). Ich habe wieder wegen der Chancengleichheit mit dem normalen Nähmaschinenfüßchen genäht und die Füßchenbreite als Nahtzugabe genommen.
An dieses Rechteck wird nun der erste Streifen genäht, bzw zuerst mal auf die richtige Länge gestutzt
und dann angenäht
Bügeln nicht vergessen!
Im Uhrzeigersinn werden nun je nach Lust und Geschmack die weiteren Streifen angenäht


Bis wir ein Quadrat erhalten, dass groß genug erscheint, um den Mittelpunkt (das rote Quadrat) auf der Kissenhülle ins rechte Licht zu rücken.


Ab da werden die Streifen  nur noch an zwei aneinanderstoßenden Seiten abwechselnd angenäht, dabei rutscht das rote Quadrat immer weiter nach außen.


Wer den Mittelpunkt nicht verschieben möchte, kann natürlich auch weiter im Uhrzeigersinn die Streifen annähen, bis die benötigte Größe für das Kissenhüllentop erreicht ist.
Die abgeschnittenen Streifenenden (alles ab 5 cm Länge) bitte nicht wegwerfen! Damit machen wir auch noch ein Projekt!
Dann die Ränder begradigen.
Vlies und Rückseitenstoff (der liegt später drinnen im Kissen, kann also ein Rest sein oder ein altes Bettlaken) etwas größer als das Top zuschneiden und das Sandwich legen

und heften

und quilten.

Ich habe hier eine Spirale gewählt, die sich vom "Mittel"quadrat nach außen bewegt (ja, absichtlich schief) und dabei die Abstände zwischen den Quiltnähten immer weiter vergrößert.

Vlies und Rückseitenstoff auf Topgröße zurückschneiden
Die Kissenrückseite entweder mit Reißverschluss, Knöpfen oder Hotelverschluss arbeiten.
Ich habe für mein Kissen wieder den Hotelverschluss gewählt, der geht schön schnell :-)


Liebe Grüße
Silke

Sonntag, 18. Dezember 2011

18.Dezember - Unterarmtasche

Die Weihnachtszeit ist auch Ausgehzeit. Konzerte, Theater, Weihnachtsfeiern, es gibt viele Möglichkeiten, einen festlichen Abend zu verbringen. Und was liegt näher, sich zum schicken, neuen Abendkleidkleid eine neue Tasche zu nähen? Taschen sind auch ein beliebtes Geschenk, denn welche Frau hat schon jemals genügend davon?
Ich zeige Euch, wie ihr einfach eine kleine, elegante Unterarmtasche nähen könnt. Vorder- und Rückenteil mit Überschlag bestehen aus einem Stück, für Platz sorgen separat eingefügte Seitenteile. Die Wahl des Stoffes bestimmt auch hier den Charakter des fertigen Produkts.

Ich habe mir aus traditionellem japanischem Baumwollstoff einen einfachen langen Rock genäht und es ist noch genug Stoff für eine kleine passende Tasche übrig. Das Taschenfutter ist aus Seidensatin.

Aus beiden Stoffen schneide ich für das Taschenteil ein Stück mit den Maßen 35,5x26cm plus 1cm Nahtzugabe zu. Den Schnitt für die Seitenteile könnt ihr euch HIER herunterladen. Diese jeweils 2mal plus Nahtzugabe aus Ober- und Futterstoff zuschneiden.


Außerdem schneide ich aus Thermolan ein Stück, ebenfalls mit den Maßen 35,5x26cm zu.

Der Oberstoff für das Taschenteil wird mit dünnem aufbügelbarem Volumenvlies verstärkt, die Seitenteile mit einer dünnen Gewebeeinlage, z.B. G 700. Für die untere Mitte des Seitenteils zeichne ich mir an der Längsnaht bei 11,5cm eine Markierung ein. Hier setze ich das Seitenteil an.

Dann werden die Seitenteile am Taschenteil festgesteckt, geheftet und genäht. Darauf achten, dass die Nahtzugabe am oberen Taschenteil/Überschlag nicht mit festgenäht wird!

Die Nahtzugaben zurückschneiden und an den Rundungen keilförmig einschneiden.
Mit der Futtertasche genauso verfahren.
Das Futterteil rechts auf rechts in die Tasche stecken, darauf achten, dass alle Nähte genau aufeinandertreffen. Zusammenstecken und nähen, dabei an der vorderen Mitte eine Öffnung, ca. 10cm breit lassen, durch die die Tasche gewendet werden kann.
 
Die Nahtzugaben und Ecken zurückschneiden.
und die Ansatzecke von Seitenteil und Überschlag keilförmig einschneiden.

Die Tasche wenden, die Nähte gut ausbügeln. Jetzt schiebe ich durch die Wendeöffnung das Thermolan zwischen Ober- und Futterstoff. Es gibt der Tasche mehr Form und Stabilität und ist dabei flexibel und weich. Noch einmal die Nähte gut bügeln, die Wendeöffnung nach innen schlagen und alle Kanten stecken und schmal absteppen. Dabei wird das Thermolan mitgefasst und die Öffnung geschlossen.

Damit sich die Seitenteile beim Schließen in die Tasche legen, nähe ich die oberen Ecken der Seitenteile mit ein paar Handstichen an dem Taschenteil fest.
Zum japanischen Muster der Tasche passt ein kleiner Posamentenverschluss, auch ihn habe ich mit ein paar Handstichen befestigt.

Nun ist die Tasche einsatzbereit.
Verena