Samstag, 3. Dezember 2011

3. Dezember - Mug Rug

Jetzt, wo man sich wieder bewusst die Zeit für eine Tasse Kaffee oder Tee und damit eine kleine Auszeit vom Alltag nimmt, wo es nach Plätzchen und Lebkuchen duftet, kommen die Mug Rugs  zum Einsatz.
Mug Rugs (zu deutsch Becherteppiche) sind eigentlich kleine  Quilts, auf denen man die Kaffee- oder Teetasse abstellen kann und vielleicht noch eine kleine Knabberei dazulegen, zum Beispiel ja so einen leckeren Früchtekuchen nach dem gestrigen Rezept ;-)
Sie sind ca 6 x 9“ groß (aber auch jede andere Größe und Form  ist möglich), und bewegen sich damit  zwischen normalen Untersetzern und Platzdeckchen. Sie bieten sich hervorragend als Resteverwertung an. Oder als Übung für einen Quiltblog.

Wer einmal einen Mug Rug gequilted hat, möchte immer mehr davon machen. Sie sind so schnell gemacht und es gibt unzählig viele Gestaltungsmöglichkeiten dafür! Eine Frage an Mr. Google und man bekommt zig Links zu Tutorials oder Blogeinträgen. 

Ich habe für Euch auch eine Anleitung geschrieben :-)
 
Und zwar gleich mit einem recht beliebten Patchworkmotiv, den Flying Geese (Fliegende Gänse)  Meist werden sie in langen Reihen angeordnet. Es gibt verschiedene Varianten, wie sie genäht werden. Eine recht einfache (mit Erfolgsgarantie) möchte ich Euch vorstellen. 

Die Endgröße des Mug Rug beträgt bei einer Nahtzugabe von 1/4" 6x9" (15 x 23cm). Bei einer breiteren Nahtzugabe wird er etwas kleiner. Die Maßangaben der Flying Geese sind jedoch für beide Nahtzugaben (1/4" und 0,75cm) geeignet.

Material
Für 1 Mug Rug:
3 Rechtecke 8,5x 15 cm (gemustert)
6 Quadrate 8,5 x 8,5 cm (uni)

Thermolan ca 24 x 16 cm  EDIT: oder Volumenvlies (das dann aber doppelt legen)
Stoff für die Rückseite ca 25 x 17 cm
Stoffstreifen 3,5 cm x  85 cm (kann aus mehreren kurzen Streifen zusammengesetzt sein)
1.        
Flying Geese:
Zwir brauchen für ein Flying Geese zwei Quadrate und ein Rechteck

Ein Rechteck links auf links zusammenfalten

2.       Das zusammengeklappte Rechteck mit der offenen Kante nach unten auf ein Quadrat (rechte Stoffseite oben) legen, die Kanten schließen unten ab.

3.       Ein zweites Quadrat (rechte Seite unten)darauf legen, die Kanten schließen unten ab.


4.       Den Block mit Stecknadeln fixieren und die rechte Seitenkante zusammennähen.



5.       Auseinanderfalten, dabei das Rechteck zu einem Dreieck legen, dabei beachten, dass der Abstand zum rechten und linken Rand etwa gleich ist.


6.       Das Dreieck bügeln, auf der Rückseite die Nahtzugaben auseinanderbügeln.

7.       Zwei weitere Flying Geese anfertigen.
8.       Die Ränder, wenn nötig, begradigen.

9.       Die drei Blöcke zusammennähen. Dabei darauf achten, dass die Dreiecke alle in die gleiche Richtung zeigen.

10.   Die Nahtzugaben in Richtung des dunkleren Stoffes bügeln. Ränder begradigen.
11.   Das Thermolan auf den Rückseitenstoff (rechte Seite liegt unten) legen, darauf mittig das Top (rechte Seite oben) ausrichten. Wenn  nötig, mit Sicherheitsnadeln fixieren.

12.   Die Dreiecke absteppen.

13.   Rückseitenstoff und Thermolan an die Größe des Tops zurückschneiden.
14.   Beim Stoffstreifen für das Binding (3,5 x85 cm) eine ca 1 cm breite Kante nach innen bügeln. 
Dann an einer kurzen Seite etwa 0,5 cm nach innen bügeln.
15.   Mit dieser Kante beginnend den Bindingstreifen an das „Sandwich nähen. 

Hier findet Ihr ein gut bebildertes Tutorial.
Am Ende den Bindingstreifen ca 2 cm über den Anfang des Bindings hinaus festnähen.


16.   Das Binding nach hinten umschlagen und mit Blindstichen per Hand befestigen.
 Und weil es sich zu zweit viel gemütlicher Kaffee oder Tee trinken lässt, einen zweiten Mug Rug anfertigen :-)
Diese Mug Rugs könnt Ihr übrigens auch in unserem Dawanda-Shop erwerben. Dort findet noch bis 6.12. um Mitternacht eine Weihnachtsrabattaktion statt.

Liebe Grüße
Silke

Freitag, 2. Dezember 2011

2. Dezember - Früchtekuchen


Bevor wir uns an die nächste Näharbeit setzen stärken wir uns erst einmal!
Diese leckeren, weihnachtlichen Früchtekuchen sind ein altes Rezept aus der Familie meines Mannes, das ich gern übernommen habe.

Man nehme:

250g Rübensirup
150g Zucker
100g Butter

Diese Zutaten miteinander erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

500g Mehl
1 Prise Salz
20g Pfefferkuchengewürz

Das gesiebte Mehl mit den Gewürzen und dem Salz mischen

6g Pottasche
6g Hirschhornsalz
4 Eßl. Weinbrand oder Rum

die Triebmittel getrennt in der Flüssigkeit auflösen

50g Zitronat
50g Rosinen
50g Korinthen
50g Trockenobst (Feigen, Äpfel, Cranberries o.ä.)

fein hacken

Die abgekühlte Sirupmasse zu der Mehlmischung geben, die Triebmittel nacheinander dazu und alles gründlich miteinander mischen. Dann erst die gehackten Früchte darunterarbeiten.
Aus dem Teig Rollen mit ca. 4cm Durchmesser formen, in fingerdicke Scheiben schneiden und auf Backoblaten drücken.
Die Früchtekuchen im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 25-30min backen, auskühlen lassen. Anschließend können die Plätzchen mit Schokoladenguss oder Zuckerglasur und Mandeln oder Nüssen dekoriert werden.
Achtung: Anfangs sind die Früchtekuchen sehr, sehr hart (ich übernehme keine Garantie bei Ärger mit dem Zahnarzt!), sie gehören jetzt zum Reifen in eine Blechkiste. Am besten legt man eine Scheibe frisches Brot dazu, das von Zeit zu Zeit ausgetauscht wird. Nach einigen Tagen, spätestens zu Weihnachten sind die Kuchen weich und können gegessen werden.
Gutes Gelingen!






Donnerstag, 1. Dezember 2011

1. Dezember - Nadelkissen für die Nähmaschine

*knäääärrrrrrrrrrrrrkssssssssssss*
Das Türchen zum 1. Dezember ist geöffnet!
Und dahinter verbirgt sich ein kleines selbstgemachtes Tool, das die Arbeit beim Nähem um so vieles erleichtert: Ein Nadelkissen, das an der Nähmaschine befestigt ist! Die Idee dazu hab ich von Nel´s Blog Shabby-Roses-Cottage und ich war/ bin davon so begeistert, dass ich dachte, damit fülle ich für Euch ein Türchen im Adventskalender.
So ein Kissen eignet sich durch die flexible Länge der Befestigungsbänder auch hervorragend als kleines Geschenk für nähverrückte Freundinnen. Und wenn das Nadelkissen doch nicht an den Maschinenarm der Nähmaschine passen sollte, so wie es mir jetzt mit meiner neuen geht :-( , kann frau es sich auch um den Unterarm kletten und hat so z.B. während des Zusammensteckens und -nähens der Quiltblöcke immer ein Nadelkissen parat.
Ich hab für Euch Fotos von der Entstehung eines meiner Nadelkissen (ja, ich hab die auch schon verschenkt) gemacht. In Abwandlung zu Nel´s Idee habe ich Befestigungsbänder aus Stoff, die sich mit Klettband verschließen  oder einfach verknoten lassen verwendet.



Material:
Stoffrest  ca 15 cm x 10cm
Ribbon 1 m oder zwei Stoffstreifen 4-5 cm breit und 40-50 cm lang
1 Handvoll Füllwatte
Druckknopf oder Klettband

  Den Stoff auf die Maße 15 cm x 10 cm zuschneiden und in der Mitte zusammenfalten und am Kniff mit dem Finger darüber streichen, um die Falzlinie zu markieren. Den Stoff auseinanderfalten.

 
Aus den Stoffstreifen zwei Bänder nähen. Dafür die langen Kanten jeweils etwa 0,5 cm nach innen bügeln und danach eine Kante über die andere legen und mit einer Naht fixieren.

   Die Bänder rechts und links auf dem unteren Stoffabschnitt feststecken (Achtung! Die Stecknadeln von der linken Stoffseite aus einstechen, sonst bekommt man sie nach dem Nähen schlecht heraus gefriemelt). Die Enden nach unten legen.
 
Den Stoff wieder zusammenfalten.
     Die Ränder knappkantig (eine Nähmaschinenfußbreite) zusammennähen. Dabei an der Unterkante eine Wendung zum Öffnen lassen UND die nach unten hängenden Enden der Bänder NICHT festnähen.

 
      Die Ecken kurz vor der Naht schräg abschneiden.
 Wenden

Mit Füllwatte ausstopfen 

und die Wendeöffnung mit ein paar Hand- oder Maschinenstichen  schließen
 
    
Das Kissen um den Nähmaschinenarm legen und die benötigte Länge der Bänder abmessen.
Den Verschluss entweder aus Klettband bilden oder einen Druckknopf anbringen.
 
Falls das Kissen ein Geschenk sein soll und ihr nicht wisst, wie lang die Bänder sein müssen,  lasst die Bänder in der ursprünglichen Länge und schenkt das Klettband dazu.

Das hier ist das Nadelkissen, das bei mir im Dauereinsatz ist:

Und hier eines in der Geschenkverpackung, etwas schmaler als die beiden oberen:


Na, wäre das was für Euch oder eine Freundin? Was, Ihr habt keine Nähmaschine? Die Kissen sind so klein, dass sie auch per Hand schnell genäht sind, wenn Ihr Ribbon statt der Stoffbänder verwendet.  :-)

Liebe Grüße Silke

Dienstag, 29. November 2011

Übrigens

könnt Ihr ab sofort Eure durch uns inspirierten Schönheiten direkt verlinken, indem Ihr einfach auf den Button "Add your link" (immer direkt unter dem Post) klickt ... Voraussetzung dafür ist, dass Ihr einen Blogeintrag verfasst habt, zu dem verlinkt wird. Und weil wir nicht erwarten, dass Ihr alles sofort und gleich nachnäht, habt Ihr dafür bis Anfang Dezember 2012 Zeit :-)

Sonntag, 27. November 2011

1. Advent - Sternenkranz

Einen wunderschönen ersten Advent für uns alle! Ist alles bereit? Sind die ersten Plätzchen gebacken, ist die Wohnung geschmückt und vor allem - ist der Adventkranz einsatzbereit?
Die erste Nähidee, die wir Euch heute zeigen wollen, habe ich auch gleich für meinen Adventkranz verwendet, er ist in diesem Jahr ein Sternenkranz.
Für meinen Kranz habe ich Patchworkstoff aus einem „Charm Pack“ verwendet, das sind fertig zugeschnittene Stoffstückchen im Format 5x5 inch, also ca. 13x13cm. Diese „Charm Packs“ sind eine praktische Sache, man hat eine Menge unterschiedlicher Stoffmuster, die allesamt miteinander harmonieren, zu einem kleinen Preis. Auch für Patchwork- und Näheinsteiger eine gute Sache. Ergänzt habe ich die gemusterten Stoffe mit ein paar passenden Stoffresten aus meinem Fundus.
Ich habe die Sterne in zwei Größen genäht, die Vorlagen könnt Ihr Euch hier herunterladen. Ich habe mir zwei Schablonen angefertigt und die Sterne auf dünnes aufbügelbares Volumenvlies übertragen. Ich schneide die Sterne aus und bügele das Vlies auf die Rückseiten meiner Stoffstücke. Das hat zwei Gründe: Zum Einen entsteht nach dem Füllen eine ebenmäßigere Oberfläche und zum Anderen lässt sich die vorgegebene Form einfacher Nähen. Das präparierte Stoffstück lege ich rechts auf rechts auf ein zweites Stück, hier brauchen wir kein Vlies. Nun nähen wir immer an der Außenkante des Vlieses entlang, die Wendeöffnung offen lassen!


Jetzt werden die Nahtzugaben zurückgeschnitten, besonders an den Spitzen recht knapp bis an die Naht und in den inneren Winkeln einen kleinen Keil einschneiden.


Nun werden die Sterne gewendet, die Spitzen dabei ordentlich ausarbeiten. Das geht am besten mit einem Stab mit einer nicht zu scharfen Spitze. Ich verwende gern einen Pinselstiel, damit komme ich auch in die schmalste Ecke, ohne die Naht zu verletzen. Dann werden die Sterne mit etwas Füllwatte ausgestopft. Nicht zu viel und nicht zu fest, die Sterne sollen nicht kugelig werden, sondern eher flach bleiben. Auch hier ist ein Stab zum Nachschieben der Watte in die Spitzen hilfreich. Anschließend wird die Wendeöffnung eingeschlagen und mit ein paar Handstichen geschlossen.


Ich habe auf der Rückseite der Sterne jeweils eine kleine Schlaufe aus Wäscheband festgeheftet, ich will die Sterne mit Draht an meinem Adventkranz befestigen und diesen nicht durch den Stoff pieksen.


Und so sieht der fertige Kranz aus.  Es sind genügend Sterne, weitere Deko verträgt der Kranz nicht.


Andere Materialien ergeben ein völlig anderes Bild. Silke hat die Sterne aus feinen Leinenstoffen genäht und einen einfachen Weidenkranz gewählt. Dazu die weißen Kugelkerzen - ihr Kranz sieht edel und elegant aus.


Ich kann mir auch noch andere Materialien vorstellen - goldbedruckte Patchworkstoffe, Tilda-Stoffe, Samt...

Am 1. Dezember geht es hier weiter, von da an gibt es dann täglich eine neue Idee zum Mit- und Nachmachen. Habt einen schönen 1.Advent!
Verena