Samstag, 11. Dezember 2010

Wohin mit der Weihnachtspost?

Ich finde es immer jammerschade, wenn die Weihnachtskarten, die wir bekommen, nach dem Lesen zwar in einer extra dafür aufgestellten Kiste aufbewahrt, aber dann eigentlich auch nicht wieder angeguckt werden.
Das musste sich ändern! Es sollte etwas her, mit dem die Karten besser präsentiert werden können. Als Erstes fiel mir die im englischsprachigen Raum übliche Leine ein …
Ja, nicht schlecht, notiert als Plan B.

Was noch? 

Auf jeden Fall etwas Scrappiges!


Aber was?
Beim Stöbern im Büroarchiv stieß ich auf A6-Prospekthüllen und da war sie, DIE Idee! 

Also schuf ich aus Prospekthüllen und Klammern aus dem Bastelbedarf 


meinen eigenen Weihnachtskartenpräsentator.

Auf die weißen Abheftstreifen an den Prospekthüllen habe ich mit doppelseitigem Klebeband Papierstreifen geklebt und dann zwei der Löcher übernommen zur Befestigung der Klammern.


Das gute Stück hängt nun im Hausflur und wie man sieht hat die erste Karte auch schon ihren Platz eingenommen. Und er ist beliebig erweiterbar. Der „Nachteil“ ist natürlich, dass nur Karten im Format von maximal A6 (also 10x15 cm) in die Hüllen passen (kleiner Wink an alle, die uns Weihnachtskarten schicken möchten *zwinker*).

11.Dezember

Weihnachtspost! Habt Ihr schon Karten geschrieben? Es ist immer wieder eine Freude, selbst gemachte oder wenigstens handgeschriebene Weihnachtgrüße aus dem Postkasten zu holen. Ich bin leider noch in Verzug und habe deshalb wenig Zeit für einen aufwändigen Tages-Tag.

Aus meinem Fundus habe ich eine Postkarte von 1889, die ein gewisser Kurt Soundso aus Dresden an einen gewissen Herrn C.F.Kronberg aus Aschersleben, z.Zt. in Leipzig, geschickt hat, geholt und mit etwas Tissue-Tape auf dem Tag befestigt. Ich kann die Sütterlin-Schrift ganz schlecht entziffern, es ist aber leider kein Weihnachtsgruß, sondern eine Bestellung von ??? Auf jeden Fall finde ich die ordentlich mit Tinte und Feder geschriebene Karte an sich schon sehr dekorativ. Etwas Band, ein paar Perlen und ein Anhänger dazu und dann verabschiede ich mich an meinen Schreibtisch - Karten schreiben!

Freitag, 10. Dezember 2010

Eine runde Sache

sind diese Karten.
Die Tatsache, dass die Karten oben an der Falzkante nicht ganz rund sind, habe ich mit dem Band kaschiert.

10.Dezember

„Jauchzet, frohlocket!“ - keine Weihnachtszeit ohne Bachs Weihnachtsoratorium, am liebsten live und in einer großen Kirche, z.B. im Berliner Dom oder gleich in Leipzig bei den Thomanern. Aber auch von der Platte oder der CD versetzen mich schon die ersten Paukenschläge in festliche Stimmung und die Arie „Bereite dich, Zion“ geht direkt ins Herz. Gern würde ich besser singen können und gemeinsam mit einem Chor „Herrscher der Himmels“ schmettern.

Ich kreiere lieber einen Tag zum Oratorium, das kann ich besser. Dieser war wieder recht einfach: Ein Stück Vellum aufkleben, Ränder wischen, ein Label bedrucken und aufkleben. Und weil die ersten Weihnachtssänger die himmlischen Heerscharen auf dem Feld bei den Hirten waren, gibt es ein paar Engelsflügel dazu.

Ich wünsche Euch viel Freude mit Eurer liebsten Weihnachtsmusik!

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Rezept Apfel-Cranberry-Kuchen


 … hatte ich schon erwähnt, dass ich getrocknete Cranberries liebe? Ich bin sogar inzwischen dazu übergegangen, Rosinen in diversen Rezepten durch Cranberries zu ersetzen. 
So auch bei diesem Apfelkuchen.

Zutaten:
Für den Teig:
125 g weiche Butter
125 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eier (Größe M)
100 g Weizenmehl
25 g Speisestärke
1 gestrichener TL Backpulver

Für den Belag:
4-5 säuerliche Äpfel (Boskop, Cox Orange, Braeburn)
3 EL getrocknete Cranberries
Calvados oder Apfelsaft (je nachdem, ob Kinder mitessen)
3 EL  Rote Johannisbeergelee  oder Quittengelee oder Marillenmarmelade (ganz nach Geschmack)
1 EL Wasser

Zubereitung:
Cranberries in Calvados oder Apfelsaft (s.o) einweichen
Backofen auf 150°C Umluft (170°C Ober- und Unterhitze) vorheizen
Butter und Zucker schaumig rühren
Die Eier einzeln unterrühren
Mehl mit Speisestärke und Backpulver mischen und sieben, unter den Teig rühren.
Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte runde Backform (Durchmesser 26 cm) streichen.
Die Äpfel schälen, entkernen, in Spalten schneiden und auf dem Teig verteilen. Die Cranberries zum Schluss darüberstreuen.
Im Backofen ca 40 Minuten (Stäbchenprobe) backen.
Den Kuchen vom Springformrand lösen und den Rand abnehmen.
In einer kleinen beschichteten Pfanne das Gelee /Marmelade mit dem Wasser mischen und aufkochen, leicht reduzieren lassen, noch heiß auf den Kuchen streichen.
Den Kuchen auskühlen lassen.

Guten Appetit!

Und wenn Ihr jetzt immer noch Cranberries übrig habt, versucht sie mal in Obstsalat! Lecker!!!

9.Dezember

Der Tag für den heutigen Tag ist mit der stempeligen Resist-Technik entstanden.

Wieder ganz einfach: Einen Stempelabdruck wird zuerst klar embosst. Besonders gut eignen sich hier etwas kompaktere, größere Stempelbilder oder auch sogenannte Negativ-Stempel. Nach dem vollständigen Erkalten wird Stempelfarbe mit einem Schwämmchen über das Bild gewischt. Distress-Stempelkissen eignen sich hier bestens, sie sind nicht zu sehr deckend. Man kann auch gern unterschiedliche Farben oder mehrere Farbtöne verwenden, dann wirkt das Ganze lebendiger. Die Farben gut ineinander verwischen. Wie immer beim Colorieren von hell nach dunkel arbeiten. Anschließend mit einem Küchentuch oder Lappen über das Ganze wischen und die überschüssige Farbe vom embossten Stempelabdruck entfernen.

Ich hab den Stempelabdruck noch mit etwas Band, etwas Tape und etwas Gedöns aufgepeppt uns schon ist Nummer 9 fertig!

Bis morgen!

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Zapfenkranz die Zweite


Nach dem recht üppigen Zapfenkranz von Sonntag möchte ich Euch heute eine schlichte Variante zeigen. Dieser Kranz ist nur mit Draht gebunden.
Dafür verdreht man zwei lange Drahtabschnitte miteinander. Dann wird ein Zapfen zwischen die beiden Enden geklemmt und dahinter der Draht wieder miteinander verdreht. 



Das wird so oft wieder holt, bis  12 Zapfen eingebunden sind. Dann den Kranz schließen und rund biegen. Je nachdem, wie stark der Draht ist, um die Kranzform auch im Hängen zu bewahren, muss man den Kranz von hinten mit einem Drahtring verstärken.  

Bei mir hängt der Kranz jedoch nicht, sondern liegt schön weich gebettet ;-)


8.Dezember

3 Haselnüsse für Aschenbrödel - ohne den Film vom schlagfertigen Aschenbrödel und dem verliebten Prinzen ist selbst für meine erwachsenen Söhne das Weihnachtsfest nicht komplett. Dass dieser Märchenfilm zum weihnachtlichen Kultfilm schlechthin geworden ist, liegt sicher auch an der schönen winterlichen Kulisse. Wer träumt nicht von weißer Weihnacht, vom Stapfen durch unberührte Schneelandschaft mit dick bezuckerten Bäumen. In diesem Jahr stehen die Chancen nicht schlecht, sagen die Meteorologen.

Der heutige Tag ist dem Märchen vom Aschenbrödel gewidmet. Ich habe den Tag bestempelt, gewischt und ein Foto eines Winterwaldes aufgeklebt. Der Hirsch ist aus Grungeboard, ich habe ihn mit Versamark betupft und dann ein schwarzbraunes Embossingpulver eingebrannt. Oberhalb des Fotos und am unteren Tagrand habe ich noch schneeiges Stickles aufgetragen, das ist auf dem Foto leider kaum zu erkennen. Der Hirsch ist mit Abstandspads aufgeklebt.

Übrigens: Am 12.12 um 13.30Uhr läutet die ARD die Aschenbrödel-Saison ein :-)

Dienstag, 7. Dezember 2010

Familienfotos

Weihnachten ist die klassische Zeit für Familienfotos. Davon, dass wir es nicht jedes Mal schaffen, diese Fotos auch wirklich zu machen, handelt mein heutiges Layout.



Und dann interessiert es mich natürlich, wie Ihr das so handhabt mit den Familienfotos zu Weihnachten. Geht Ihr extra zum Fotografen, nutzt Ihr den Fernauslöser der Kamera oder andere Familienmitglieder? Oder macht Ihr am Ende gar keine Familienfotos unterm Weihnachtsbaum?

7. Dezember

Heute wird es prächtig! Für den diesen Tag habe ich mich von einem Blatt meines sorgsam gehüteten Blattgoldes getrennt. Zuerst habe ich mit meinem zweitliebsten Weihnachtsstempel auf eine feste Folie, ähnlich wie Windradfolie gestempelt. Das ist eine etwas diffizile Angelegenheit. Man darf den Stempel nicht zu wenig und nicht zu viel mit der Tinte - es muss unbedingt Staz on sein - einfärben und man darf beim Stempeln kein bisschen wackeln, auch beim Abheben ganz vorsichtig sein. Besonders bei fein ziselierten Stempelmotiven klappt das meist nicht beim ersten Mal, Ausschuss hat es auch hier gegeben. Den Stempel danach gut reinigen!

Auf der Rückseite der Folie habe ich eine durchsichtige doppelseitige Klebefolie angebracht. Gut eignet sich Aslan-Folie. Danach habe ich das Motiv auf meine gewünschte Größe zugeschnitten, die Rückseite der Klebefolie abgezogen und mit einem weichen Pinsel vorsichtig das Blattgold aufgelegt. Das überschüssige Gold wird mit dem Pinsel von den Rändern der Folie abgetrennt und dann das Blattgold ebenfalls mit dem Pinsel festgerieben. Die so veredelte Folie habe ich natürlich nicht auf dem Tag festgeklebt, sondern mit Brads befestigt.

Ein paar Perlen, auf Golddraht aufgefädelt und mit Brads befestigt geben dem Engel den richtigen Rahmen.

Ach ja, den Tag habe ich natürlich wieder bestempelt und gewischt.

Montag, 6. Dezember 2010

Rezept Cranberry-Kipferl

Eine meiner heimlichen Leidenschaften sind getrocknete Cranberries. Die wenigen, die beim Naschen *rotwerd* übrig bleiben, verarbeite ich gern beim Backen.
Zum Beispiel bei dieser leckeren Variante der Vanille-Kipferl:


Und so geht’s:
50 g getrocknete Cranberries fein hacken ( nach einem kurzen Versuch mit dem Messer, bin ich auf Maschine umgestiegen – perfekt!)
200 g weiche Butter, 70 g Zucker und 3 Päckchen Vanillezucker schaumig rühren.
2 Eigelb nach und nach darunterrühren
280 g Mehl und 100 g gemahlene Mandeln dazu geben, zum Schluss die Cranberries unterkneten.
Den Teig ca 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Backofen auf 150°C Umluft (oder 170°C Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Aus dem Teig Röllchen mit einem Durchmesser von etwa 1,5 cm formen , davon kurze Stücke abschneiden (ca 4 cm lang) und zu Halbmonden formen, auf das Backblech legen und im Ofen  etwa 10 Minuten backen.
Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.

Und wenn Ihr die restlichen Cranberries jetzt nicht wegnascht, habt Ihr gleich eine Zutat für das Rezept am Donnerstag.

6.Dezember

St.Nikolaus - er ist wohl der bekannteste und beliebteste Heilige. Um den ehemaligen Bischof von Myra ranken sich eine Unzahl an Legenden, er ist der Schutzpatron nicht nur der Seemänner und Kinder. Und es gibt in allen christlich geprägten Ländern ein großes Nikolaus-Brauchtum. Der wohl bekannteste Brauch ist das Füllen der Stiefel oder Schuhe. Habt Ihr heute etwas in Euren Schuhen gefunden?

Ein ganzer Stiefel hat auf meinem Tag zum Nikolaus keinen Platz gefunden, ich habe eine Mini-Wollsocke gestrickt und aufgehängt. Auf den Tag habe ich die ersten Zeile des Nikolausliedes gedruckt und dann den Hintergrund bestempelt und gewischt. Ein Bild des freigiebigen Heiligen musste natürlich auch mit darauf - zum Glück gibt es Stempel für alle Gelegenheiten:-). Zum Schluss noch eine kleine Papierbordüre und nun: Lasst uns froh und munter sein!

Sonntag, 5. Dezember 2010

Üppiger Türkranz

Ein "wenig" aufwändig war es schon, diesen opulenten Kranz zu gestalten, aber es hat sich gelohnt:



5.Dezember

Und schon brennt am Kranz das zweite Lichtlein!

Den Tag für den zweiten Advent habe ich mit Vellum beklebt. Ich mag dieses feine Pergament, es gibt auch einfachen Projekten einen edlen Touch. Es gibt ein spezielles Vellum-Tape, damit kann man Vellum problemlos und unsichtbar kleben. Dieser Bogen ist mit Notenpapier bedruckt, ich habe die Kanten gerissen, dadurch wirkt es lebendiger. Die barocken Swirls habe ich gestempelt - dafür eignet sich auf Vellum am besten Archival- oder eine andere wasserfeste, schnelltrocknende Stempelfarbe.

Anschließend ein paar der Kringel mit einem silbernen Lackstift verzieren.

Das Namensschild für den 2.Advent hatte ich nicht im gewünschten Goldton - dafür habe ich mich an das gute, alte Rub’ Buff erinnert. Mit dieser Paste kann man wunderbar Plastik- oder Metalloberflächen veredeln. Einfach ein wenig Paste (sie riecht wie Bohnerwachs und funktioniert wohl auch so) mit dem Finger oder einem kleinen Lappen auftragen und polieren. Der Effekt ist toll!

Ein Glöckchen läutet den Sonntag ein - ich wünsche Euch einen schönen zweiten Advent!